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Den Markgrafen Otto und Johann von Brandenburg wurden 1236 Teile der Großen Wiese zugesprochen. Ein alter Ritter, dem das Lehen Schwichtenberg gehörte, schützte von seiner Burg am Putzarer See aus die Grenze zu Pommern. Zur Erfüllung eines Gelübdes zog er als Kreuzfahrer gegen die Sarazenen, um das Heilige Grab von den Ungläubigen zu befreien. Sein Dorf übertrug er derweil den Geistlichen der Stadt Friedland zur treuhänderischen Verwaltung. Da er nicht zurückkehrte, blieb das Dorf im Besitz der Marienkirche, später der Stadt.

Am 27. Mai 1771 entstand durch die Ruchlosigkeit einer Frau, die Leinwand auskochte, eine Feuersbrunst, die alle Gebäude vernichtete. Danach wurde der Ort als regelmäßiges, symmetrisch abgestuftes Angerdorf im Zopfstil der spätbarocken Baukunst wiederaufgebaut. Es ist durch ein Straßenkreuz mit kurzer und langer Achse geviertelt. Die kurze Querachse wird von zwei Gehöften abgeschlossen, die lange Achse ist bis zu den Wiesen nördlich durchgeführt und ganz bebaut. Auf dem Anger liegt die Kirche im ovalen Kirchhof mit alter Linde und Teich dahinter. Die Gehöfte selbst sind ebenso regelmäßig angelegt wie der ganze Ort, an der Straße ein kleines Torhaus, an der Rückseite des rechtwinkligen Hofes das Wohnhaus. Die Reihenfolge der Bebauung war sozial abgestuft. Die Höfe von acht Vollbauern lagen um den Anger und an der Zufahrtsstraße. Am Beginn der breiten Dorfstraße hinter dem Anger folgten zwei Doppelkossäten, ein Kossat und sieben Großhäusler. Am schmalen Schwanzende des drachenförmig aufgebauten Ortsorganismus folgten Häusler, Handwerker und vier Hirten. Tagelöhner wohnten in kleinen Häusern um den Anger zwischen den Bauernhöfen.

Ab 1937 wurden am Lübkow-See und am Weg nach Fleethof zwei Lager durch den Reichsarbeitsdienst errichtet. Davon ausgehend sollte die Trockenlegung und Nutzbarmachung der Friedländer Großen Wiese erfolgen. 1958 wurden die begonnenen Arbeiten als Zentrales Jugendobjekt der FDJ fortgesetzt und drei Jahre später beendet.

1892 wurde die Kleinbahnstrecke der Mecklenburg-Pommerschen Schmalspurbahn (MPSB) zwischen Friedland und Ferdinandshof eröffnet. Der Bahnknotenpunkt Uhlenhorst hatte dabei, auch als Anschluss nach Anklam, eine wichtige strategische Bedeutung für die Verkehrserschließung der Region.

(Quelle: Amt Friedland - www.friedland-mecklenburg.de)

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