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Der alte Neubaublock am Mürgen war eigentlich schon für den Abriss vorgesehen. Jetzt geht es hier wieder lebhaft zu: Seit wenigen Tage leben 44 Flüchtlinge in den eilig renovierten Räumen. Damit sind zunächst alle 14 Wohnungen durch Zuweisungen des Landkreises belegt worden. 

In den letzten Wochen wurden die kommunalen Wohnungen durch ein großes Aufgebot von Handwerkern instand gesetzt, fällige Reparaturen durchgeführt und mit einer spartanischen Ausstattung möbliert. Die Gemeinde hatte den leerstehenden Wohnungsbestand an den Landkreis gemeldet, welcher auch die Kosten der Renovierung und Ausstattung übernimmt und nun als Mieter auftritt. Am vergangenen Donnerstag und Freitag trafen dann die ersten Busse ein. Viele Flüchtlinge kommen aus Syrien, es sind jedoch auch einige andere Nationen vertreten. Unter ihnen sind viele Familien mit Kindern.

Die neuen Einwohner der Gemeinde müssen nun ihren Alltag bestreiten wie alle anderen Bürger auch. Das klappt natürlich nicht immer ganz reibungslos - gibt es doch allein große Herausforderungen darin, zu den Einkaufsmöglichkeiten in den größeren Orten ringsum zu gelangen. Am Samstagmorgen haben spontan einige Nachbarn geholfen, die wichtigsten Dinge von nächsten Supermarkt zu holen.

In der nahen Zukunft wird sich jetzt zeigen, welche Prognosen über das Zusammenleben mit den neuen Bürgern zutreffen werden. Auf der einen Seite gibt es den Nachbarn, der extra einen hohen Zaun mit Warnschildern anlegt - auf der anderen Seite aber auch die Bürgerin, die unlängst auf der Einwohnerversammlung vorgeschlagen hat, den Flüchtlingen einfach mit einem Lächeln zu begegnen.

Bild: http://www.fluechtlinge-willkommen.de

 

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